Treppenhausausstellung “Leuchttürme”

Leuchtturm Kegnæs Fyr auf der dänischen Ostseeinsel Alsen

Auch nach zwei Jahren Zusammenleben im Wohnprojekt überraschen uns unsere Nachbarn immer noch.

So wussten wir, dass Dirk Möhle seit vielen Jahren begeistert fotografiert, aber dass er darüber zum Leuchtturmexperten geworden ist, der eine Vielzahl von Leuchtfeuern der Nord- und Ostsee, der Elbe und Weser besucht und im Bild festgehalten hat, zeigte sich erst bei einer Ausstellung, die er für unser Treppenhaus zusammengestellt hat. Auf 15 großformatigen Bildern über drei Etagen bringt er uns die Welt der Leuchttürme näher.

Zu seiner Ausstellung schreibt er: ” Vor ungefährt 40 Jahren habe ich begonnen, ernsthafter zu fotografieren. Und vor 25 Jahren begann ich, mich verstärkt dem Thema Leuchttürme zu widmen. Ursprünglich inspiriert durch das Leuchtturminteresse meiner Mutter, fotografierte ich in den folgenden Zeiten fast alles, was blinkte und leuchtete, oder das jemals getan hat. Dokumentarisches und ästehetisches Interesse wuchsen dabei gleichermaßen. Die Bilder stammen noch aus dem analogen Zeitalter, sind also Abzüge vom Farbnegativfilm oder vom Diapositiv.”

Der Fotograf Dirk Möhle. Im Hintergrund Bilder vom denkmalgeschützten Unterfeuer Hollerwettern Elbe  (links) und List Ost Sylt, dem zweitnördlichsten Leuchtfeuer Deutschlands (rechts)

Die Treppenhausausstellung  ist auch für Besucher von ausserhalb tagsüber frei zugänglich und noch bis Ende Mai zu sehen.

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Holz, Metall, Zweirad: unsere Projektwerkstatt

In der Planung unseres Projekts gab es von Anfang an den Wunsch nach einer eigenen Werkstatt, da wir zum einen alle hausmeisterlichen Tätigkeiten im Haus selbst machen wollten, zum anderen viele von uns Spass an der Arbeit mit den eigenen Händen haben.

Dietmar Kraas ist als gelernter Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister zuständig für den Metallbereich

Für handwerkliche Aktivitäten hatten wir von daher einen eigenen größeren Raum im Erdgeschoss vorgesehen, den wir selbst gefliest und hergerichtet haben. Dies hat zwar einige Zeit gedauert, weil wir mit der Einrichtung und Gestaltung von Haus, Garten und Park gut beschäftigt waren, aber nun ist das meiste geschaffft und wir konnten uns der Werkstatt widmen.

Mit Spenden und Eigenleistung unserer Mitglieder wurden die Arbeitsplätze Stück für Stück einrichten. Neben Bohrmaschinen, Trennschneider, Ketten-, Stich- und Kreissäge, Schleifmaschinen konnten wir auch aus einem reichen Angebot an Hämmern, Schraubendrehern, Schraubenschlüsseln, Hobeln, Gestell- und Gehrungssägen, Stech- und Hohleisen, Winkeln, Zwingen die geeigneten Werkzeuge für die Werkstatt auswählen.

Dieter Mundt betreut als Hochbauingenieur mit vorheriger Ausbildung zum Bau- und Möbeltischler den Holzbereich

Viele Werkzeuge, die sich in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus angesammelt hatte, benötigt man ja nur ganz selten oder nicht mehr. Da lag es auf der Hand, sie in die Werkstatt einzubringen. Bei Bedarf kann man darauf zurückgreifen, sie stehen aber auch den anderen zur Verfügung. Neudeutsch nennt man das ja “Sharing Economy”.

Für die Ausgestaltung der Werkstatt traf es sich gut, dass einige unserer Mitglieder aus einem handwerklichen oder technischen Hintergrund kommen, siehe die Vorstellung unter den Fotos.

Graham Sharp ist als gelernter Werkstoffprüfer und begeisterter (Renn-) Radfahrer Ansprechpartner rund um das Fahrrad

Die ersten Projekte konnten wir nun in der eigenen Werkstatt schon umsetzen. Renner ist der Bau von Vogelhäuschen, aber auch die Überarbeitung unserer Gartenmöbel, der Bau von Akkustikelementen für den Gemeinschaftsraum, die Aufarbeitung von Möbelstücken für die Enkelkinder und der Bau von Borden und Regalen für die eigene Wohnung stehen hoch im Kurs.

Im Frühjahr werden dann die Fahrräder für die Saison vorbereitet. Und mit fachkundiger Hilfe und Anleitung macht es allen noch mehr Spass.

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Lebendiger Adventskalender – wir waren dabei!

Unser Chor beim Auftritt beim “Lebendigen Adventkalender”

“Vom 02. bis zum 23. Dezember 2019 wird es jeweils montags bis freitags einen „lebendiger Adventskalender“ im Stadtzentrum von Bad Bramstedt geben. Vor der historischen Roland-Statue wird jeden Abend um 18:30 Uhr ein Kalender-Türchen geöffnet. Hinter den Türchen verbergen sich “lebendige” Adventsüberraschungen: weihnachtliche Lesungen, kleine Aufführungen, Weihnachtslieder und vieles mehr. 
Alle Bad Bramstedter und alle Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, sich bei Glühwein, Kinderpunsch und Bratwürstchen in gemütlicher Runde auf die Weihnachtszeit einzustimmen.”

Chorprobe im Gemeinschaftsraum unseres Hauses an den Auen mit unserer Chorleiterin Christa Blietz (hinten rechts)

Diesem Aufruf der Stadt Bad Bramstedt haben wir uns gern angeschlossen und uns mit Weihnachtsliedern und einer Weihnachtsgeschiche angemeldet – hatten wir doch das Glück, dass sich in unseren Reihen mit Christa Blietz eine ausgebildete Chorleiterin befindet, die in ihrer ehemaligen Heimat Brandenburg über zwanzig Jahre einen Chor geführt hatte. Über vier Wochen trafen wir uns jeden Montag zu einem “hartes Training” – hatte doch viele von uns noch nie in einem Chor gesungen. Einstudiert hatten wir in zwei- bzw. dreistimmigen Sätzen “Oh du stille Zeit” nach einem Text von Joseph von Eichendorff, “Still senkt sich die Nacht hernieder” und das bekannte Lied “Frohe Weihnachten” mit einem Vorspiel auf dem Akordeon. Nachdem anfangs alles noch ziemlich schräg klang, hat es unsere Chorleiterin mit viel Geduld und Zuspruch geschafft, dass wir bei der Generalprobe am 16.12.19 mit einem guten Gefühl in die Aufführung am Abend gehen konnten.

Und der Auftritt war ein voller Erfolg und fand großen Zuspruch bei ca. 40-50 Bad Bramstedtern, die sich auf dem Weihnachtsmarkt eingefunden hatten; darunter auch die Bürgermeisterin und die Stadtverordneten vor ihrer Sitzung im Schloss.

Das hat Freude gemacht und uns motiviert, auch weiterhin bei eigenen Festen und Anlässen das eine oder andere Lied zu singen.

Ein voller Erfolg: unser Beitrag unter dem Roland auf einem weihnachtlich geschmückten Bleeck

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Stolpersteine

Am 21. 11. 2019 versammelten sich mehr als 100 Personen, um „Stolpersteine“ für Oskar Alexander und seinen Sohn Robert Alexander zu setzen. Die Aktion „Stolpersteine“ erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir eingelassen werden. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas.

Das von Schülerinnen und Schülern der Auenlandschule in Bad Bramstedt gestaltete Banner zur Stolpersteinverlegung wird in der Einfahrt zum Haus an den Auen aufgehängt

Die auf Anstoß von Fritz Bredfeldt, Vorstandmitglied unseres Wohnprojekts, gesetzten Stolpersteine sollen an das große Unrecht erinnern, das vor 80 Jahren hier in Bad Bramstedt vor unserer Haustür geschehen ist.

Oskar Alexander, ein verdienter Bürger der Stadt, hatte die Rheuma-Heilstätte Bad Bramstedt, das heutige Klinikum Bad Bramstedt, begründet und zu einer großen, über die Grenzen Deutschlands bekannten Einrichtung gemacht. Das war sein Lebenswerk – und die Nationalsozialisten haben es ihm genommen, sie haben ihn nicht nur beraubt und gedemütigt, sondern ihn  schließlich 1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen umgebracht.

Die Töchter von Robert Alexander zusammen mit dem Künstler vor den neu gesetzten Stolpersteinen

Sein Sohn, Robert Alexander, musste im Jahr 1938 aus seiner Heimat fliehen und lebte seitdem in Kolumbien. Auch sein Leben wurde durch Hass und Rassismus aus der Bahn geworfen, er wurde durch die Nazis zu einem Flüchtling und musste sich in der Fremde eine neue Existenz aufbauen.

Seine Töchter Lizzy Alexander Christiansen und Karen Alexander sowie sein Enkel Peter Christiansen waren bei der Zeremonie anwesend.

Es ging nicht einfach um das Gedenken an vergangenes Unrecht. Auch heute wächst in Deutschland der Hass auf Mitbürger, deren Wurzeln nicht in Deutschland liegen, es gibt wieder unverhohlenen Antisemitismus. Und es bleibt nicht bei hasserfüllten Reden. Zu erinnern ist hier an den Anschlag  auf die Synagoge in Halle, den Mord an Walter Lübke, die Taten des NSU.

Die Anwesenden wollten dem gemeinsam entgegentreten. Unser demokratisches Gemeinwesen ist stark genug, wenn wir in zusammenstehen, um die Menschenrechte und die demokratischen Werte zu stärken. Dazu sollen die Stolpersteine beitragen.

Inschriften: Hier wohnte Oskar Alexander, Jg. 1881, verhaftet 1938, Zuchthaus Alt-Strelitz, entlassen 1938, 1941 Sachsenhausen, ermordert 25.1.1942; Hier wohnte Robert Alexander Jg. 1914, Flucht 1938 Kolumbien

Unter Hilfe von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs setzte Künstler Gunter Demnig, der die Aktion Stolperstein (http://www.stolpersteine.eu) ins Leben gerufen hat, die goldglänzenden Erinnerungsplatten in das Pflaster des Gehwegs vor unserem Haus.

Anschließend wurden die Anwesenden in den Gemeinschaftsraum unseres Wohnprojekts “Haus an den Auen” eingeladen. Hier hatte unser Projekt ein leckeres Buffet nebst Kaffee und Tee bereitgestellt. So gab es Gelegenheit für verschiedene Grußworte und Beiträge. Besonders die Schilderung der Person Robert Alexanders durch seine Tochter Lizzy Alexander-Christiansen und die Beiträge der Schülerinnen und Schüler der Auenlandschule  haben die Versammlung beeindruckt.

Wir hoffen, dass mit dieser Aktion ein wirksames Zeichen gegen Hass und Rassismus und für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft gesetzt wurde. Die Stolpersteine sollen uns daran erinnern.

Die Segeberger Zeitung und das Hamburger Abendblatt berichteten, nachzulesen in unserm Pressespiegel .

Über Hundert Menschen aus Bad Bramstedt und dem weiteren Umfeld hatten sich zum Gedenken an Oskar Alexander und seinen Sohn Robert eingefunden.

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Wie fühlt es sich an, blind zu sein?

Das Dialoghaus in der Hafencity (Foto KMJ Wikipedia )

Mitte Oktober hatte eine Gruppe aus unserem Projekt den Dialog im Dunkeln in Hamburg besucht. Wir wollten uns damit auseinandersetzen, wie es ist blind zu sein. Der Dialog im Dunkeln ist eine Institution und ein Ausstellungshaus in Hamburg, in dem Sehende ein Gefühl dafür bekommen sollen, wie es sich anfühlt, wenn man blind ist.  Aus unserem Projekt waren wir mit acht Mitglieder dabei.

Mit dem Eintritt in die Ausstellung  in der HafenCity bekam jeder aus der Gruppe einen Blindenstock und wir tauchten nach kurzer Eingewöhnung in die totale Dunkelheit ein. Die räumliche Orientierung war sofort verloren und mit der Ansprache des blinden Führers wurden wir durch verschiedene Räume geleitet. Jeder Raum stellte einen anderen Teil des Alltags dar.
So mussten wir uns in einer Wohnküche, einem Parkgelände, dem Wochenmarkt und im Verkehr zurechtfinden. Wir sollten eine Straße überqueren, das war einschüchtern bis beängstigend, weil es schwierig war die richtigen Signale aus dem Lärmbrei von Fahrzeuggeräuschen, Hupen, und Ampelanlagen herauszufinden. Im Café haben wir im Dunkeln  getrunken und gegessen und ein wenig Gespür dafür bekommen, wie schwierig es ist, ohne den Sehsinn auskommen zu müssen.

Das war eine lohnende Erfahrung aber auch ein schöner Ausflug, den wir mit einem gemeinsamen Essen in einem portugiesischen Lokal in Hamburg abgerundet haben.

unsere Gruppe in der Speicherstadt

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Pferdemist für die nächste Gartensaison

Düngung für die nächste Saison: Verteilung des Pferdemists auf den Gemüsebeeten

Den ganzen Sommer hatten wir viel Freude an unserm Blumen- und Gemüsegarten. Alle Interessierten hatten eine eigene “Parzelle” zur Bewirtschaftung bekommen und ausprobiert, was bei uns gut wächst. Nun zum Herbst wurden die Gemüsebeete abgeerntet und mit der Ernte Kürbissuppe gekocht, Kartoffel, Zuccini und Bohnen verspeist und Himbeeren eingekocht.

Nach der Ernte müssen nun die Beete winterfertig gemacht werden. Da wir in unserem Beeten auf Kunstdünger verzichten, traf es sich gut, dass wir von einem nahegelegenen Stall Pferdemist erhalten konnten. So zogen ein Teil unserer Gartengruppe mit den leeren Schubkarren los und kamen schwer beladen zurück. Mit der Mistforke wurde dann der Dünger auf den Beeten verteilt und in den Boden eingearbeitet. Damit ist der erste Schritt getan, dass unser Gemüse im nächsten Sommer noch prächtiger gedeiht, als schon dieses Jahr. Wir freuen uns schon.

Ganz schön schwer, so eine Karre Pferdemist

Für weitere Artikel über Park und Garten siehe rechts unter ‘Aktuelle Themen’ die  Rubrik ‘Gartengestaltung’.

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Gutes Wetter – gute Laune: unser Sommerfest an den Auen

Nun leben wir schon seit mehr als anderthalb Jahre in unserm neuen Heim. Park und Garten erfreuen uns jeden Tag und der Sommer lädt ein, draußen zu sein. Viele Gründe also, am Samstag 24. August unser länger geplantes Sommerfest zu feiern.

Spiel mit dem Schwungtuch, ein großer Spaß für unsere jüngsten Besucher

Neben unseren Bewohner haben wir Freunde und Familienmitglieder eingeladen und so kam eine bunte Runde kleiner und großer Menschen zusammen. Diejenigen, die erstmalig in unserm Projekt waren, zeigten sich bei einer gemeinsamen Führung sehr beeindruckt.

Es herrschte eine fröhliche und heitere Stimmung, gefördert sicher durch ein reichhaltiges Angebot selbstgebackenen Kuchens und anderer Leckereien. Viel Spaß hatten Kinder und Erwachsene beim Wikingerspiel, andere lieferten sich auf dem Rasen mit Boulekugeln einen Wettkampf.

Am frühen Abend wurde dann der Grill angeworfen und das Fest wurde mit Würstchen, Salat und leckeren Broten beschlossen.

Herrliches Wetter und beste Bedingungen für unser Sommerfest im “Haus an den Auen”

Gerade bei solchen Aktivitäten zeigt sich die gute nachbarschaftliche Gemeinschaft. Die Vorbereitung wird ohne große Diskussion gemeinsam und von allen geleistet. Auch beim Ab- und Aufräumen packt jeder mit an und es ist dann schnell getan.

Ein schönes Fest für alle Beteiligten.

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Möglichkeiten professioneller und nachbarschaftlicher Unterstützung

Ulrich Mildenberger, Leiter des Pflegestützpunkts im Kreises Segeberg im Vortrag über professionelle und nachbarschaftliche Hilfen

Wir sind im Wohnprojekt mit der Idee angetreten, gute Nachbarschaft zu pflegen, uns gegenseitig zu unterstützen und Menschen mit Einschränkungen gleichberechtigt teilhaben zu lassen.

Dazu haben wir im Projekt zum einen die räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen: wir haben den Bau und das Grundstück so angelegt, dass alles auch mit Rollstuhl, Rollator oder wenn es einem schlecht geht, zu nutzen ist. Zum anderen kümmern wir uns um eine gute Nachbarschaft mit gemeinsamen Aktivitäten und wechselseitiger Unterstützung. Klar war auch, an welchem Punkt Profis aus Pflege und Medizin übernehmen müssen und wir uns eher um das soziale Miteinander kümmern. Siehe dazu auch Punkt 5 unsere bereits 2012 formulierten Ziele.

Es zeigt sich im nun schon eineinhalbjährigen Zusammenleben, dass Alltagshilfe für alle selbstverständlich sind und sich mittlerweile ein gutes Netzwerk gebildet hat. Viele der Bewohner haben sich aus diesen Gründen bewusst für dieses Wohnprojekt entschieden, um selbständig und selbstbestimmt auch mit Einschränkungen in der eigenen Wohnung leben zu können.

Zur Vertiefung dieses Thema hatten wir am 18. Juli zu einer Veranstaltung „Was ist, wenn ein Nachbar Hilfe benötigt?“ eingeladen. Herrn Mildenberger als langjähriger Leiter des Pflegestützpunktes im Kreis Segeberg stimmte uns auf das Thema mit seinem Vortrag ein.  Er gab uns einen guten Überblick über die unterschiedlichen pflegerischen und unterstützenden Angebote in Bramstedt , an wen man sich wenden kann und welche Leistungen und Zuschüsse durch Kranken- und Pflegekasse sowie andere Stellen gewährt werden. Er betonte auch die wichtige Rolle eines unterstützenden nachbarschaftlichen Netzwerks.

Mit 25 Bewohnern und Nachbarn haben wir dann diskutiert, was nachbarschaftliche Hilfe leisten kann, wo Grenzen sind und welche Angebote professioneller Versorgung es gibt. Dies war für uns alle interessant und hilfreich.

Ulrich Mildenberger gibt unserer Gruppe und weiteren eingeladenen Nachbarn und Freunden im Rahmen des Vortrags einen Überblick über Hilfs- und Unterstützungsangebote

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Jahresversammlung unserer Wohnungseigentümergemeinschaft

In unserm Wohnprojekt haben wir angesichts der verschiedenen Wünsche unserer Mitglieder sowohl Mietwohnungen wie auch Eigentumswohnungen. Dafür hatten wir 2015  eine Genossenschaft gegründet, die die Mietwohnungen betreibt, sowie 2016 eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) in der die Genossenschaft als als Mehrheitsgesellschafter, sowie die Einzeleigentümer organisiert sind.

Die jährliche Gesellschafterversammlung der Wohungseigentümergemeinschaft “Haus an den Auen” fand unter Regie des Verwalters Thomas Wiese (Mitte) und des Verwaltungsbeiratsvorsitzenden Joachim Josenhans (links) statt. Rechts Lars Schumann, unser Ansprechpartner in der WEG-Verwaltung.

In einer WEG kommen die Gesellschafter jährlich, diesmal am 24.06.2019, zu einer Gesellschafter-versammlung zusammen, die durch die WEG-Verwaltung und den Verwaltungsbeirat vorbereitet wird. Der Beirat prüft den Jahresabschluss und insbesondere die Nebenkostenabrechnung des vergangenen Jahres. Man bespricht den neuen Wirtschaftsplan und schaut, was ggf. an Investitionen zu tätigen ist.

Bei unseren Gesellschafterversammlungen sind die Einzeleigentümer jeweils mit einer Stimme, sowie die Genossenschaft – repräsentiert durch den Vorstand – mit je einer Stimme pro Mietwohnung vertreten. Abschluss, Pläne und Vorschläge werden den Gesellschaftern in der Versammlung zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt.

Die Gesellschafterversammlung tagt in unserm schönen Gemeinschaftsraum. Vertreten sind alle Wohnungseigentümer und der Vorstand der Genossenschaft, in derem Eigentum die Mietwohnungen sind.

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Tanzkreis noch offen für neue Tänzerinnen und Tänzer

Wer hat Lust mit uns zu tanzen?
In unserem Wohnprojekt haben sich viele Gruppen gebildet. Die Tanzgruppe besteht aus Projektmitgliedern und Nachbarn. Wir suchen noch weitere Menschen mit Lust an Musik, Rhythmus und Spaß in der Gruppe zu tanzen. Unsere Anleiterin Karin Mädje, eine ausgebildete Tanzpädagogin, bringt uns verschiedene Tänze nach internationaler Musik bei. Die Freude am Mitmachen steht im Vordergrund, Vorkenntnisse und Partner sind nicht erforderlich.

Unsere Tanzgruppe im Gemeinschaftsraum Haus an den Auen; Tanzanleiterin Karin Mädje (5. von r.)

Wann: donnerstags 9.30 bis 11.00 Uhr ab 8.8.19 nach der Sommerpause
Wo: Oskar-Alexander-Str. 24
Infos und Anmeldung : 04192- 9062188 Karin Mädje, Tanzanleiterin
Beitrag: 3€/Termin

Tanzen ist gut für Leib, Seele und Geist, es bringt Spaß – macht mit!

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Frische Kräuter für die Nachbarn

Der Aushub ist geschafft, nun haben sich die Gärtnerinnen Elke Gothmann, Regina Junge und Anke Hinrichs (hinten, v.l.n.r) eine Pause verdient

Nachdem die Frühjahrsbestellung unseres Gemüsegartens, in dem jede/r bei Interesse eine “Parzelle” bekommen hatte, abgeschlossen war, nahm sich die Gartengruppe den lange geplanten Bau einer Kräuterspirale vor.

Eine kleine Gruppe schritt zur Tat. Nach der Lektüre verschiedener Anleitungen wurde ein sonniger Platz am Rande des Gemüsegartens festgelegt. Der Boden wurde ausgehoben und mit Steinen eine Drainage gegen Staunässe angelegt. Dann wurde mit Ziegelsteinen die Spirale gebaut und mit unterschiedlichen Bodenqualitäten verfüllt. Nach einer Setzpause konnten die Kräuer gepflanzt werden.

In Wikipedia ist zur Kräuterspirale Folgendes zu lesen: “Die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke ist ein dreidimensionales Beet, in dem Küchenkräuter angebaut werden. Durch ihren Aufbau ermöglicht sie es, auf kleinstem Raum Standortansprüchen von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gerecht zu werden. Die Spirale windet sich um einen Steinhaufen und steigt dabei kontinuierlich an. Der aufgefüllte Boden wird nach oben hin zunehmend mit Sand durchmischt, um ihn durchlässiger zu machen.

Die Kräuterspirale wird mit Ziegelsteinen aufgebaut.

Von unten gesehen beginnt die Kräuterspirale mit einem kleinen Teich an der Südseite. Dieser schafft ein feuchtes Mikroklima. Hier wächst die Brunnenkresse sehr gut. Im mittleren Teil entspricht der Boden typischen mitteleuropäischen Wachstumsbedingungen. Hier gibt es auch Bereiche, die im Halbschatten liegen. Pflanzen, die hier gut wachsen sind z. B. Petersilie, Koriander, Estragon, Kümmel, Oregano oder Basilikum. Im oberen Teil der Spirale ist der Boden durchlässig und mager. Dies sind ideale Bedingungen für zahlreiche Küchenkräuter des Mittelmeerraumes, wie Salbei, Thymian oder Lavendel.”

Die Küchenkräuter sind nun schon gut angewachsen und die Nachbarn eingeladen, sich für Salat und Gerichte an den köstlich duftenden Kräutern zu bedienen.

Die Bepflanzung der Kräuterspirale ist in schon halb erledigt – im Hintergrund unser Gartengerätehaus und die Wildblumenwiese am Rande des Gemüsegartens.

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Frühlingserwachen in Park und Garten

Die Waldrebe als Frühblüher an unseren Hauswänden

Die Gestaltung und Pflege unseres parkähnlichen Aussengeländes wird von uns weitgehend in Eigenregie übernommen. Unsere Gartengruppe organisiert die gesamten Aktivitäten.

Was liegt nun im Frühjahr an? Jede interessierte Bewohnerin hatte  eine “Parzelle” in unserm Gemüsegarten zur eigenen Bewirtschaftung zugewiesen bekommen. Nun werden fleissig Bohnen, Kartoffeln, Zuccinis, Kürbisse und andere Gemüse und Kräuter gesät und gepflanzt.
Nur Bewohnerinnen? Dürfen unsere Bewohner im Gemüsegarten nicht mitmachen?  Tatsächlich haben unsere Männer mehr Spass am Bauen von Häusern und Schuppen, am Holz hacken, der Einrichtung der Werkstatt, am Rasenmähen und am Schneiden – Gemüsebeete ist nicht so ihrs.

Nachdem Anfang des Jahres als gemeinsames großes Projekt ein Gerätehaus gebaut worden war, ist nun eine Kräuterspirale in Vorbereitung. Im letzten Herbst hatte sich unsere Gartengruppe die Gestaltung der Beete im Innenhof vorgenommen. Es wurde Stauden und Büsche gepflanzt, Zwiebeln gesetzt, es wurde gewässert und geharkt. Am Ergebnis können wir uns nun alle gemeinsam im Frühjahr erfreuen.

Eine Pracht: Blick auf das neugestaltete Beet an der Gemeinschaftsterrasse im Innenhof zwischen Haus 2 und Haus 4

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Baumlücke geschlossen

Das ehemalige Haus an den Auen von Süden. Der 11,5m lange Anbau (vorn im Bild) wurde seitens des Landschaftsschutzes als “Störung im naturnahen Niederungsraum” beanstandet.

In den 50er oder 60er Jahren wurde das alte “Haus an den Auen” nach Süden durch einen eingeschossigen Vorbau erweitert, der  die Böschung zum Wanderweg um rund 11,50m überkragte.

Dieser Anbau wurde von den Grüngutachtern bei der Bestandsaufnahme im Rahmen der Bauleitplanung als baulicher Sündenfall empfunden; im Entwurf der Begründung des Bebauungsplans  findet sich dazu folgende Einschätzung: “Das Böschungsgehölz wird im Süden durch den eingeschossigen Vorbau des ‘Kurhaus an den Auen’ durchbrochen. Dieser wirkt optisch als Störung im naturnahen Niederungsraum, da er die natürliche Abgrenzung des Bewuchses an der Talkante durchbricht.”

So haben wir uns 2014 mit den Behörden im Verfahren geeinigt, dass wir beim Neubau die Baukörper zurücksetzen und nach Abschluss des gesamten Bauvorhabens den landschaftlich wertvollen Streifen zum Landschaftschutzgebiet durch entsprechende Bepflanzung wieder herstellen. Nun konnten durch einen Fachbetrieb die letzten Bäume gepflanzt werden.

An der Böschung von unserem Grundstück zum Auental werden durch die Pflanzung von Ebereschen die letzten Lücken in der Baumreihe entlang des Wanderwegs geschlossen.

 

 

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Endlich: unser großes Fahrradhaus entsteht

Die Zimmerleute richten den ersten Balken aus.

Endlich wird unser schon lange ersehntes Fahrradhaus fertig. Wir hatten es schon für letzten Sommer geplant, aber wir mussten erst die Endabrechnung des Bauvorhabens abwarten, um zu sehen, ob wir uns die Ausgabe derzeit leisten können – und es waren sehr viele bürokratische Hürden zu überwinden.

Konzipiert ist das Fahrradhaus für 32 Fahrräder, so dass jeder Bewohner sein Fahrrad witterungsgeschützt und diebstahlsicher parken kann. Das Haus hat die stattliche Größe von ca. 60 qm, so dass sich alle Fahrräder ohne langes Rangieren unterbringen lassen; die Fahrräder stehen an Anlehnbügeln und jeder Platz erhält einen Stromanschluss für bereits vorhandene und geplante Pedelecs.

Das eigentliche Haus haben wir von einer Firma bauen lassen, die Montage der Bügel,  die Streich- sowie die Pflanzarbeiten übernehmen wir in Selbsthilfe.

Von unserm Grundstück  gelangt man direkt auf die Wander- und Fahrradwege entlang der Auen, die in die eine Richtung direkt zum nahegelegenen Einkaufzentrum mit Edeka und Lidl führen; in die andere Richtung in die Innenstadt. Die Folge ist, dass wir fast alle Erledigungen mit dem Fahrrad machen können, was von den meisten sehr geschätzt wird. Die Fahrradsaison kann also kommen!

Das Fahrradhaus entsteht in einer Holzfachwerkkonstruktion, die hier gut zu erkennen ist. Die Seitenwände sind ebenfalls aus Holz, das Dach ist aus langlebigem Metall.

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Neues Bachbett für “unsere” Au

Vor einigen Tagen tauchten schwere Maschinen hinter unserm Grundstück auf und begannen, Bäume entlang der Ohlau zu fällen. Als wir uns – etwas besorgt –  über das Vorhaben informierten, erfuhren wir, dass der Gewässerpflegeverband den Auen wieder ihren natürlichen Verlauf zurückgeben will.

Blick nach Westen von unserem Balkon: vorbereitende Arbeiten zur Renaturierung der Ohlau

Damit werden Vorgaben der “Flora-Fauna-Habitat”, einer europäischen Naturschutzregel, umgesetzt. Gewässer werden wieder in einen kurvenförmiges Flussverlauf zurückgebracht. In der Zeitung war zu lesen, dass durch die Kurven “Verwirbelungen und Zonen mit ruhigem Wasser entstehen, die als Laich- und Ruhezonen für den Fischnachwuchs bedeutsam sind” , siehe dazu Segeberger Zeitung vom 15.02.19.

Das freut uns natürlich, da unser Grundstück direkt an zwei Auen grenzt und wir an den Auen entlang  direkt mit dem Fahrrad oder zu Fuss in die Stadt gelangen können.
Hier ein Blick von oben auf die Einbettung unseres Grundstücks in die Auenlandschaft aus Google Maps (Bild in Google vom März 2018, inzwischen sind die Aussenanlagen fertigestellt).

Der Verband hat dazu folgende Tafel aufgestellt:

links oben der Zugang zu unserm Grundstück. Links darunter die 3-Auen-Brücke und rechts unten die August-Kelle-Brücke. Mittig das Regenrückhaltebecken, auf das wir von unseren Südbalkonen blicken können. Gut zu sehen sind die beiden geplanten Verschwenkungen des Bachbettes.

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