Bau eines Flechtzauns an der Grundstücksgrenze

Alle drei Jahre müssen unsere Kopflinden geschnitten werden

Mit dem Kauf des Grundstücks Haus an den Auen haben wir an der Grundstückgrenze zur Straße auch eine Reihe von altehrwürdigen Kopflinden übernommen, die im Baumkatasters der Stadt Bad Bramstedt erfasst sind. Um ihr landschaftstypisches, charakteristisches Erscheinungsbild zu erhalten, muss alle drei Jahre ein radikaler Kronenschnitt erfolgen. Erstmalig hatte dies ein Fachbetrieb übernommen und es uns gezeigt, seither machen wir dies in Eigenregie.

Da entlang der Straße fünf Kopflinden stehen und  entlang eines alten Weges auf dem Grundstück weitere drei, ist der regelmäßige Schnitt eine aufwändige Angelegenheit.

Im Unterschied zum letzten Mal haben wir in diesem Jahr  die Äste und Triebe nicht gehäckselt, sondern für ein schon lange geplantes Projekt zur Seite gelegt: die Anlage eines Flechtzauns an der westlichen Grundstückgrenze zur Olau und zur 3-Auen-Brücke.

Der Zaun wird durch eine Doppelreihe Recyclingpfähle stabilisiert

Nachdem ein erster, eher provisorische Zaun nicht lange gehalten hatte, haben wir den neuen Zaun professioneller angelegt. Mit Pfählen aus Recyclingmaterial haben wir eine Doppelreihe in den Boden geschlagen, um zwischen diese dann die Äste und Triebe der Kopflinden zu flechten. Die Zwischenräume wurden mit Zweigen und Gartenabfall gefüllt, um Vögeln und anderen Kleintieren einen Lebensraum zu bieten. Der Bau des Flechtzaunes war ein gutes Stück Arbeit, an dem sich auch wieder verschiedene Mitglieder unseres Wohnprojekts aktiv beteiligten.

Die Gartenarbeit im Freien mit Abstand ist zur Zeit eine der wenigen Aktivitäten, die man gut trotz der weiter bestehenden Coronabedrohung machen kann. Erfreulich ist, dass nun schon ein größerer Teil unserer Nachbarn geimpft ist, so dass wir vielleicht schon im Sommer zu den bisherigen Aktivitäten zurückkehren können.

Die doppelte Flechtreihe ist fertig. Nun werden die Zwischenräume gefüllt, die Vögeln und Kleintieren Schutz bieten sollen

 

 

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Videokonferenzen im Wohnprojekt

Sitzungen des Aufsichtsrats der ‘Haus an den Auen eG’ zur Zeit nur als Videokonferenzen

In “Vor-Coronazeiten” haben wir uns im Gemeinschaftsraum für gesellige Aktivitäten getroffen und um zu planen und zu verwalten. Seit längeren sind zu unserm großen Bedauern persönliche Treffen nicht möglich.

Ein Kerngedanke unseres Wohnprojekts ist von Anfang an die Gestaltung und Verwaltung durch die Mitglieder selbst. Hierzu hatten wir 2012, also schon lange vor dem Einzug, in unseren Zielen  formuliert:

Wir planen und realisieren unser Projekt mit Hilfe von Fachleuten in eigener Regie; die spätere Verwaltung des Projekts bleibt in unserer Hand. Notwendig sind gemeinsames Entwickeln, Gestalten und Arbeiten, das zeitweise und begründete Nichtmitwirken sollte aber respektiert werden. Mitglieder unseres Vertrauens übernehmen verschiedene Verwaltungsaufgaben innerhalb des Projekts und in der Vertretung nach außen, dies erfolgt durch Wahl und unentgeltlich.”

Aber wie soll die Beteiligung unserer Mitglieder und die Organisation des Projekts in Zeiten von Corona laufen?

Dazu haben sich einige von uns in die Technik der Video-Konferenzen eingearbeitet und es dann den anderen beigebracht. Das war nicht ganz einfach: mal klappte die Einwahl nicht, mal gab es kein Bild, mal keinen Ton, aber nun kommen wir mit der Technik gut zurecht. Erfreulicherweise hatten wir uns beim Bau unserer Wohnanlage  ein schnelles Internet “gegönnt” was uns jetzt sehr zugute kommt. Seither haben wir erfolgreich die WEG-Eigentümerversammlung, das Plenum, den Aufsichtsrat, die AG Technik und die AG Garten als Video-Konferenz durchgeführt.

Dennoch hoffen wir natürlich auf ein Ende der Corona-Beschränkungen, denn üblicherweise sind die Sitzung mit einem Klönschnack, einem Kaffee oder einem von allen gestalteten Büffet verbunden. Wir sind zuversichtlich, dass die Einschränkungen ab Sommer Stück für Stück wieder zurückgenommen werden können. Bis dahin bleiben wir vorsichtig – klaro!

Gemeinschaftsleben vor Corona: Unser Sommerfest 2019

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Fotoausstellung in unserer ‘Treppenhausgalerie’

Der Fotograf Graham Sharp mit seinem Handwerkszeug

Nun können wir in unserer ‘Treppenhausgalerie’ schon die dritte Ausstellung anbieten – leider coronabedingt noch nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für unsere Nachbarn und den engsten Besucherkreis. Als erstes brachte uns Dirk Möhle seine Passion für Leuchttürme fotografisch näher, dann stellte die Aquarellmalgruppe der Bad Bramstedter Lebenshilfe  ihre Werke vor. Und nun konnten wir unsern Nachbarn und Fotografen Graham Sharp gewinnen, uns eine kleine Auswahl seiner Bilder zu zeigen.

Graham Sharp, gebürtiger Schotte, kam 1981 nach Hamburg mit der Absicht ein Jahr zu bleiben, blieb dann aber doch „etwas länger“ in Deutschland und nahm unlängst die deutsche Staatsbürgerschaft an. Er stieß in der Planungsphase zu unserm Wohnprojekt Haus an den Auen und bewohnt eine schöne Wohnung mit Blick direkt in den Kurpark und zur Ohlau.

Landschaftsfotografie

Seine Hobbies sind Sport, Fotografieren, Lesen und Schachspielen. Als begeisterter Radsportler liegt es nahe, auch in der Sportfotografie mit ihren besonderen Anforderungen einen Schwerpunkt zu setzen. Er schreibt zu seinem fotografischen Werdegang:

Ich habe früher analog fotografiert, habe eine Dunkelkammer gehabt und die Bilder (S/W) selbst bearbeitet. Wo ich keine Dunkelkammer mehr hatte, habe ich mehr oder weniger das Fotografieren aufgegeben. 2008 habe ich meine erste digital Kamera gekauft, habe mir das digitale Fotografieren und die Bildbearbeitung beigebracht. Mein Lieblingsmotiv ist Sport, wegen COVID sind allerdings alle Sportveranstaltungen in diesen Jahr ausgefallen. Ich hoffe, dass sie 2021 wieder stattfinden.“

Ein breites Spektrum von annähernd 600 Fotos hat Graham Sharp im Internet auf den Seiten seiner ‘fotocommunity‘ veröffentlicht.

Der öffentliche Zugang zu unserer Treppenhausgalerie ist wegen Corona zur Zeit leider noch nicht möglich. Sobald sich die Bestimmungen ändern, werden wir an dieser Stelle und in der Tagespresse zur Besichtigung einladen.

Schwerpunkt Sportfotographie

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Adventssingen im Wohnprojekt

Einladung zum gemeinsamen Aventssingen im Wohnprojekt

In der Adventszeit 2019 hatte wir einen Chor gegründet und fleissig für den  „lebendigen Adventskalender“ im Stadtzentrum von Bad Bramstedt geprobt und unsere Stücke mit guter Resonanz vor dem Roland aufgeführt. Dies hatte viel Spass gemacht. Für 2020 war ähnliches geplant und wir wären wieder dabei gewesen. Coronabedingt musste die Bürgermeisterin das öffentliche Adventssingen 2020 dann aber absagen. Kurzentschlossen hatte uns dann unsere Chorleiterin Christa Blietz dennoch zum gemeinsamen Adventssingen jeweils sonntags auf unsere Balkone und Laubengänge eingeladen.

An jedem Adventssonntag wurden neben den bekannten Liedern immer ein oder zwei neue Lieder einstudiert. Dieses Angebot wurde von vielen sehr gern angenommen, da es Gelegenheit gab, trotz Corona und mit entsprechendem Abstand zusammenzukommen und etwas gemeinsam zu tun und zu erleben.

So überbrücken wir die Zeit, bis wir wieder unsern Gemeinschaftsraum und die große Terrasse für gemeinsame Aktivitäten nutzen könen.

Adventssingen mit Abstand. Auf dem Rasen und auf dem Laubengang im 1. Stock treffen sich die Nachbarn zum Singen. Auf dem Balkon in der Mitte unsere Chorleiterung Christa Blietz mit dem Akordeon

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Herbstbestellung im Wohnprojekt

Prächtige Herbstfärbung – Blick zum Gartenhaus und zum Ausgang in den Kurpark

Die warmen Sommermonate sind vorbei, aber nun zeigt sich unser Park in den schönsten Herbstfärbungen. Es stehen eine Menge Gartenarbeiten an, die von uns gern gemeinsam angepackt werden. So sind der Gemüsegarten zu bestellen, der Rasen für dieses Jahr das letzte Mal zu mähen, die Sträucher zu beschneiden und Pflanzen umzusetzen. Vor drei Jahren haben wir die Anlage des Gartens geplant und sind nun sehr zufrieden, wie schön alles zusammengewachsen ist.

Organisiert werden diese Tätigkeiten von der Gartengruppe, die auch jeweils Termine und Aufgaben festlegt. Die Gartenarbeit ist ein stabiles Element in unserer Gemeinschaft und wird immer mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken abgeschlossen, zu dem der eine oder die andere einen selbstgebackenen Kuchen beisteuert.

Gemeinsame Arbeit an der frischen Luft.

Gartenarbeit ist in Coronazeiten eine der wenigen Gelegenheiten, etwas gemeinsam zu machen, findet es doch naturgemäß im Freien statt und ermöglicht die gebotenen Abstände. Und die Arbeit im Herbst wird im kommenden Jahr belohnt. Andere Aktivitäten ruhen nach wie vor und auch unser schöner Gemeinschaftsraum kann nicht genutzt werden. Die Tanzgruppe,    Qi Gong, größere Geburtstagsfeiern, gemeinsame Mittagessen und die beliebten Zusammentreffen mit Kaffee und Kuchen warten auf bessere Zeiten.

Wir hoffen, dass mit dem Frühjahr und den beginnenden Impfungen im nächsten Jahr wieder ein “normales” Leben möglich wird.

Blätter und kein Ende. Nachdem wir die Ahorn- und Lindenblätter entfernt hatten, werfen nun unsere Eichen ihr Laub ab.

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Hobby-, Kunst- und Handwerkermarkt – ein großer Erfolg

Ein großer Banner im Einfahrtsbereich weist auf unseren (Kunst-)Handwerkermarkt hin; die Hauptorganisatorin Barbara Schlaghecke-Josenhans kontrolliert den richtigen Sitz.

Da wir in unseren Reihen und im Bekanntenkreis viele begabte (Kunst-)Handwerker und Künstler haben, entstand vor einiger Zeit die Idee, unser Gelände für einen Markt zu nutzen. Nach coronabedingter längerer Aktivitätspause hatten wir alle Lust, gemeinsam wieder etwas für uns und unsere Bad Bramstedter Nachbarschaft zu organisieren. Und so begann unsere Gruppe mit viel Freude in Vorbereitung des Marktes zu malen, nähen, drechseln, weben, pflanzen, fotografieren und backen. Plakate und Handzettel wurden entworfen, gedruckt und verteilt und die Organisation miteinander abgestimmt.

Registrierung im Eingangsbereich, Maskenpflicht und markierte Laufwege, so konnte der Markt druchgeführt werden.

Dann allerdings kam bundesweit die zweite Coronawelle und auch Schleswig-Holstein blieb von dieser Entwicklung nicht verschont. Wir haben dann für die Veranstaltung ein Hygienekonzept erstellt und mit dem hiesigen Ordnungsamt abgestimmt. Vorteil war, dass wir die gesamte Veranstaltung im Freien durchführen konnten. Unser großer Carport, die überdachten Laubengänge und Zelte erwiesen sich als gut geeignet für die vielfältigen Stände.

Im Carport konnten verschiedene Marktstände aufgebaut werden

Als dann auch noch das Wetter mitspielte und gegen Mittag die Sonne herauskam, lockte es viele Bad Bramstedter in das Kurgebiet; insgesamt konnte wir über den Tag rund 200 Gäste begrüssen, die die Stände mit Interesse besuchten, das eine oder andere erwarben und sich dann mit Kaffee, Kuchen und einem Klönschnack erfreuten.

Am Ende des Tages waren nicht nur die Gäste, sondern auch alle Aussteller und Organisatorinnen sehr zufrieden. Der gemeinsame Abbau ging schnell von der Hand und wir konnten den gelungenen Markt mit einem Glas Sekt ausklingen lassen.

Links der von unserer Gruppe unterstützte Stand der Initiative “Wildtiere in Not”, rechts ein Stand mit hölzernen Schalen der “Drechselkunst”.

 

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Hobby, Kunst und Handwerk im ‘Haus an den Auen’

Auch bei uns im Projekt mussten wir mit Beginn der Corona-Pandemie eine Vollbremsung unserer sozialen und kulturellen Aktivitäten vornehmen. Nachdem sich nach einem guten halben Jahr nun klarer abzeichnet, wo die Risiken liegen und was an behördlichen Auflagen zu beachten ist, beginnen wir behutsam wieder mit unseren Aktivitäten nach innen und außen, zum Teil in neuem Format.
Wir freuen uns, die nahe und fernere Nachbarschaft, Bad Bramstedter und Freunde des Wohnprojekts einladen zu können zu unserem
Hobby-, Kunst- und Handwerkermarkt
am 24. Oktober von 11.00 bis 17.00 Uhr
In unserem Wohnprojekt haben wir etliche aktive Freizeitkünstler und Handwerker versammelt, die ihre Arbeiten vorstellen und zum Kauf anbieten. Neben textilen Arbeiten, Seidendesign, Keramik, Fachgesprächen mit unserem Fotokünstler, Malerei, herbstlichen Blumenschalen, Ölen, Marmeladen bieten wir Serviettentechnik und gedrechselte Produkte. Einige befreundete und benachbarte Handwerker ergänzen die Runde.

Der Markt findet auf unserem großzügigen Freigelände in der Carportanlage und den Laubengängen statt, Sie können Kaffee und Kuchen im extra aufgestellten Zelt einnehmen. Wir halten uns an die Corona Vorschriften, müssen den Besuch registrieren und bitten alle Besucher die Regelungen aktiv zu unterstützen.

Jetzt, wo fast alle großen und kleinen Projekte im und um das Haus fertiggestellt sind,  können wir uns mehr unseren Hobbies widmen.  Wir freuen uns, Sie zu unserem  Hobbykünstler- und Handwerkermarkt am 24.10. von 11.00-17.00 Uhr einladen zu können.

 

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5 Jahre Genossenschaft Haus an den Auen

Beim Gang durch den Kurpark fällt der Blick der Besucher auf unser neugebautes “Haus an den Auen”

In der Vorbereitung unseres Wohnprojekts in Bad Bramstedt hatten wir am 7.06.2015 mit Hilfe des genossenschaftlichen Dachverbandes ZdK  unsere Genossenschaft “Haus an den Auen” gegründet. Danach mussten die  Gründungsunterlagen durch unseren genossenschaftlichen Prüfverband PdK geprüft werden und erst dann konnte die Eintragung in das Genossenschaftsregister erfolgen. Ein aufwändiges Verfahren, aber wichtig für die Seriosität der neuen Genossenschaft.

Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir uns bereits das Grundstück durch einen Vorvertrag mit dem Eigentümer Klinikum Bad Bramstedt gesichert, aber vieles war noch offen: der endgültige Architektenentwurf, der Bauantrag, der Grundstückskauf, die Finanzierung und die endgültige Zusammensetzung der Bewohnerschaft. Viele Unwägbarkeiten und Risiken, aber ein festes Vertrauen der Projektgruppe, dass wir das alles schaffen würden.

Die Rechtsform Genossenschaft als Eigentümerin der Mietwohnungen, des Gemeinschaftsraums und soziale Klammer für alle Gemeinschaftsaktivitäten hatten wir gewählt, da die Prinzipien einer Genossenschaft uns für eine solidarische Organisation des Zusammenlebens am besten schienen: jede/r ist gleichberechtigt, hat eine Stimme und kann an der Gemeinschaft mitwirken, egal wieviel Geld mitgebracht wird und wie groß die Wohnung ist.

In den fünf Jahren hat sich das Genossenschaftsmodell trotz des hohen Aufwands für eine professionelle Geschäftsführung bewährt und wird von den Mitgliedern geschätzt – was sich auch darin ausdrückt, dass Aufsichtsrat und Vorstand seit fünf Jahren weitgehend unverändert zusammenarbeiten. Die aktuelle Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand findet sich im Kontakt/Impressum. Hier die Gründungspersonen:

Der damalige Aufsichtsrat der Haus an den Auen eG: Gabriele Birke, Barbara Schlaghecke-Josenhans, Dietmar Kraas, Angelika Lahrs (Vorsitzende) und Berthold Krause

Der damalige Vorstand der Haus an den Auen eG: Joachim Josenhans und Dirk Möhle (v.l.)

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Ausstellung der Lebenshilfe e.V. in der „Treppenhausgalerie“

Neben vielen kleineren Bildern hatten sich die Künstler*innen der Aquarellmalgruppe der ‘Lebenshilfe’ auch an große Formate herangewagt.

Nachdem wir Ende letzten Jahres die Möglichkeit entdeckt hatten, unser schönes, gut zugängliches, durch große Fensterbereiche sehr helles Treppenhaus als Ausstellungsraum zu nutzen (siehe Ausstellung Leuchtturme), können wir nun die Bilder der Aquarellmalgruppe der Bad Bramstedter Lebenshilfe e.V. bei uns bewundern. Etwa 30 Exponate hat deren Geschäftsführerin Brigitte Fürböter, die den inklusiven Malkurs leitet, mit einer Mitarbeiterin zusammen aufgehängt. Ihr Anliegen, Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu bringen, gelingt mit dem Malkurs und dieser Initiative ausgesprochen gut. Die farbenfrohen Bilder sind überwiegend in Aquarellfarben verbunden mit Collagetechnik erschaffen und strahlen pure Lebensfreude aus.

Da der zuvor für März geplante Ausstellungstag im Bad Bramstedter Schloss nicht stattfinden konnte, ist nun die Freude über die Bilderausstellung von allen Seiten besonders groß. Die Bilder können auf Leinwand gedruckt werden und sind dann als Reproduktion zum Selbstkostenpreis zugunsten des Freizeitbereichs der Bad Bramstedter Lebenshilfe e.V. verkäuflich. Bei Interesse an den Bildern sowie an der zukünftigen Teilnahme am Malkurs freut sich Brigitte Fürböter über Ihre Kontaktaufnahme.

Die Treppenhausausstellung im Haus an den Auen ist tagsüber für Besucher zugänglich und bis November 2020 zu sehen. Bei einem Besuch bitten wir um Tragen eines Mund-/Nasenschutzes und das Einhalten der z. Zt. gültigen Abstandsregeln. Es gibt nur wenige Gästeparkplätze, sind diese belegt, bitte 100 m weiter im Reiherstieg parken (geht vom Birkenweg ab). Noch besser: mit dem Fahrrad durch den Kurpark radeln und von hinten auf das Gelände des Hauses an den Auen kommen. (GB)

Bereits die Vorbereitung der Ausstellung vermittelt die Freude am Projekt. Brigitte Fürböter (rechts) die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Bad Bramstedt, die auch den inklusiven Malkurs leitet, hängt die farbbenfrohen Bilder zusammen mit Anja Beckermann auf.

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“Corona 3” – Gemeinsames Singen trotz Abstandsgebot

Christa Blietz (unterer Balkon) lädt uns mit Ihrem Akkordeon zum gemeinsamen Balkonsingen ein

In vielen Städten der Welt versammeln sich seit Beginn der Pandemie am Abend Menschen an ihren Fenstern und auf ihren Balkonen, um denen zu danken, die in Zeiten von Corona wichtige Lebensbereiche aufrechterhalten: Krankenschwestern, Ärzte, Busfahrer, Verkäuferinnen, Polizistinnen und viele mehr. Und sicher ist das für die Menschen auch eine wichtige Erfahrung, mit der Situation nicht allein zu sein.

Sich mit Abstand zu treffen und damit einander nah zu sein, fanden wir gut. So haben wir Anfang April die Tradition des gemeinsamen Singens wieder aufleben lassen. In der Adventszeit 2019 hatte wir einen Chor gegründet und fleissig für den  „lebendigen Adventskalender“ im Stadtzentrum von Bad Bramstedt geprobt. Dies hatte viel Spass gemacht.

Für das Projekt “Balkonsingen” wurden Vorschläge für Lieder ausgetauscht und Liedertexte und Noten herumgeschickt. Und tatsächlich fanden sich mit der ersten Einladung Anfang April viele unserer Nachbarn auf ihren Balkonen und den Laubengängen ein und freuten sich, trotz der Einschränkungen wieder etwas gemeinsam tun zu können.  Das erste Singen kam so gut an, dass wir es zu einer festen Einrichtung erklärten und uns seither wöchentlich jeweils um 19.00 Uhr für eine halbe Stunde treffen.

Auf Distanz, aber dennoch gemeinsam. Auch hier bewährt sich das bauliche Konzept unseres Architekten, durch Balkone und Laubengänge Gemeinsamkeit zu ermöglichen.

Mit zunehmend frühlingshaftem Wetter und weiteren Erkenntnissen über das Corona-Virus und die Ansteckungswege, haben wir nun das gemeinsame Singen in den Innenhof  verlegen können. Mit dem erforderlichen Abstand und im Freien schien uns das ein gangbarer Weg.

Nun im Frühling haben wir das gemeinsame Singen in den Garten des Innenhofs verlegen können.

 

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Die Gartensaison beginnt

Unser Parkgrundstück verlangt regelmäßige Pflege: Frühlingsarbeiten an der südlichen Grenze zum Auental.

Erfreulicherweise wird derzeit nicht alles von der Corona-Pandemie bestimmt. Der Frühling hat begonnen, alles treibt aus und wächst und damit beginnt auch die von unserer Gruppe sehr geschätzte Gartenarbeit wieder. Bekanntlich haben wir im Westen unseres Parkgrundstücks einen großen Gemüsegarten angelegt, in dem nun viele Aktivitäten in den einzelnen “Parzellen”, aber auch im Gemeinschaftsbeet zu verzeichnen sind.

Daneben geht es aber auch darum, unsere Aussenanlagen insgesamt zu unterhalten. Hierzu haben wir unlängst eine Gartenbesprechung durchgeführt, die wir bei dem gutem Wetter  draussen durchführen konnten (siehe Foto unten). Was steht konkret an? Hecken und Sträucher zurückschneiden, einige Nachpflanzungen, Wege und Plätze entmoosen und den Rasen für die Saison vorbereiten. Als größere Aktion hat die Gartengruppe die Anlage einer großen Blühwiese sowie die Bepflanzung der Carport- und der Fahrradhauswänden bereits in Angriff genommen: Winterjasmin, Hortensie, Ginster und Rosen werden sich an den eher tristen Holzwänden emporranken.

Erfreulicherweise finden sich seit Beginn unseres Zusammenlebens immer genug Aktive für diese Arbeiten, so dass wir bisher keine Pflegearbeiten an Firmen vergeben müssen; das entlastet nicht nur unsere Geldbeutel, sondern fördert die Gemeinschaft, da man neben der Arbeit auch immer Zeit für ein Schwätzchen findet. Am Ende der Gartenarbeit steht meistens ein gemeinsames Kaffeetrinken, zu dem der eine oder die andere einen Kuchen beisteuert – auch dies derzeit draussen und mit genügend Abstand.

Besprechung der “AG Garten”. Auf unserer Gemeinschaftsterasse im Innenhof lässt sich das Abstandsgebot gut einhalten.

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‘AktivRegion Holsteiner Auenland’ fördert Akustikoptimierung unseres Gemeinschaftsraums

Mitarbeiter der Fachfirma apn montieren Decken- und Wandelemente zur Optimierung der Akustik unseres Gemeinschaftsraums

Ende letzten Jahres waren wir auf die AktivRegion Holsteiner Auenland
aufmerksam geworden, die “Projekte unterstützt , die die Entwicklung der ländlichen Räume voranbringen.” So ein Projekt hatten wir als Haus an den Auen eG anzubieten und haben dann  im Januar 2020 einen Antrag gestellt mit vielen Formularen, Berechnungen und der Konzeptvorstellung. Und im März 2020 tatsächlich eine Zusage bekommen! Das hat uns sehr gefreut und wir betrachten es auch als eine Anerkennung der von uns geleisteten Arbeit.

Aber warum ging es eigentlich? Hierzu ein Auszug aus unserem Antrag: ” In unserem Projekt hat uns neben dem Ziel der Inklusion das Ziel der guten Nachbarschaft innerhalb unserer Gemeinschaft ( Anders leben – Gemeinsam Wohnen) als auch mit unserem Umfeld stark motiviert. Daher war es für uns klar, dass wir entsprechende Räumlichkeiten planen und finanzieren wollen. Mit unserem ca. 60 qm großem Gemeinschaftsraum mit Sanitäranlagen, Gemeinschaftsbüro und Abstellmöglichkeit haben wir dazu die räumliche Grundlage geschaffen.
Bei den bis heute bereits zahlreichen internen und öffentlichen Veranstaltungen im Gemeinschaftsraum wurde sehr schnell deutlich, dass die Akustik in diesem Raum eine gute Verständlichkeit von Gesprächen, Vorträgen, musikalischen Darbietungen etc. nur eingeschränkt und mit hohem Stressfaktor ermöglicht. Menschen mit Hörminderung sind dabei ganz besonders betroffen und von der Kommunikation fast ausgeschlossen.”

Bereits kurz nach dem Einzug und Beginn der Nutzung unseres Gemeinschaftsraums Anfang 2018 zeigten sich die gravierenden Probleme mit der Akustik  des Raums. Eine interne Arbeitsgruppe fand sich, die uns Vorschläge für eine Verbesserung der Akustik machen sollte. Dazu wurden viele Prospekte gewälzt, Fachleute befragt und Angebote eingeholt. Danach besichtigte die Gruppe diverse Kindergärten, Schulen und Seminarräumen, um sich Akustiklösungen anzusehen, aber vor allen anzuhören.  Leider zeigte sich schnell, dass eine fachlich überzeugende Lösung uns in eine Kostendimension bringt, die wir allein nicht stemmen können. Und so kamen wir auf die “AktivRegion Holsteiner Auenland”, die sich sehr offen zeigte und von unserm Anliegen überzeugen ließ. Dafür sind wir dankbar. Mit dem Förderbescheid konnten wir die Fachfirma apn beauftragen, die uns Ende April 2020 nun die berechneten Akustikelemente eingebaut hat. Erste Versuche zeigen eine erhebliche Verbesserung der Akustik.

Leider können wir die Verbesserung noch nicht “in natura” ausprobieren, da wir in der Coronazeit unsere Gemeinschaftsaktivitäten drastisch zurückfahren mussten. Siehe dazu den Blog-Beitrag “Corona 1 – Gemeinschaftsleben muss ausgesetzt werden”.  Wir planen zwar bereits Veranstaltungen für die Zeit “nach Corona”, aber fassen uns in Geduld und sind sehr froh, dass wir in unserer Gemeinschaft trotz Einhaltung des Abstandsgebots mit unseren vertrauten Nachbarn im Kontakt sein können und deren Unterstützung haben.

Fertig: die Decken- und Wandelemente sind montiert und die Mitarbeiter von apn (Mitte) erklären Aktivisten der Arbeitsgruppe, die das Projekt über ein halbes Jahr begleitet  hatte, das Akustikkonzept. Die Antragstellung und Regie für die Fördermaßnahme lag bei unserem Mitglied Gabriele Birke (2. von links)

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“Corona 2” – Schutzmasken für die Nachbarn

Irene Hagner, gelernte Directrice und ehemalige Inhaberin einer Änderungsschneiderei in Hamburg, übergibt eine der selbstgenähten Schutzmasken an ihre Nachbarin Barbara Schlaghecke-Josenhans

Die öffentliche Diskussion über Nasen-Mund-Masken ist noch nicht abgeschlossen, aber es ist wohl erwiesen, dass die Maske einen Schutz vor Ansteckung durch den Maskenträger gibt. Vielfach gibt es die Empfehlung, diese Masken zu tragen, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt, z.B. beim Einkaufen im Supermarkt. Nur sollte man nicht versuchen, die knappen Masken denen wegzukaufen, die sie in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen besonders dringend benötigen.

Seit Tagen gibt es nun in Zeitung und Internet Anleitungen zur eigenen Herstellung von Schutzmasken für den “Hausgebrauch”. Dies hat unser Mitglied Irene Hagner bewogen, für unsere Gemeinschaft in die Produktion von Masken einzusteigen, da sie ihr ganzes Leben professionell genäht hat und auch in ihrer Wohnung eine eigene kleine Näh-Werkstatt eingerichtet hat. Die Masken kamen bei den Nachbarn sehr gut an und werden nun bei den Anlässen getragen, bei denen man andere schützen will – und sie geben einem selbst ein besseres Gefühl. Danke Irene!

In der eigenen Werkstatt entstehen Nasen- und Mundschutzmasken für Nachbarn, Freunde und Sozialeinrichtungen

Auch andere Freunde und Bekannte wurden nun mit Masken versorgt. Und für die Lebenshilfe Kiel wurde eine größere Menge Masken produziert; die Lebenshilfe bedankte sich dafür mit der Lieferung einer größeren Ladung Häckselgut für unseren Park und Gemüsegarten.

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“Corona 1” – Gemeinschaftsleben muss ausgesetzt werden

In den nun über zwei Jahren unseres Zusammenlebens hat sich – wie geplant und gehofft – ein reges Gemeinschaftsleben entwickelt. Man trifft sich auf dem Laubengang und im Flur,  macht einen kleinen Plausch, verabredet sich zum “Arbeitseinsatz” im Garten, nimmt Pakete an, lädt sich zum Kaffee ein. Wir organisieren regelmäßig einen Mittagstisch,  zu Geburtstagen ein Kuchenbuffett, zu Anlässen gibt es einen Brunch. Es finden Bastelnachmittage, Arbeitsgruppen, Vorträge und Veranstaltungen statt. Gruppen von ausserhalb nutzen unsere Einrichtungen.

Das hat uns auch erstaunt, wie viele Menschen in unsern Gemeinschaftsraum passen. Vor Corona: Feier anlässlich der “Stolpersteinverlegung” im November 2019

Aber nun in Zeiten der Corona-Krise haben wir alle Gemeinschaftsaktivitäten ausgesetzt. Wir nehmen die Hinweise der Wissenschaft ernst und orientieren uns an den Vorgaben der Bundes- und Landesregierung. Das fällt uns in der Praxis nicht leicht, da unser Projekt auf Gemeinschaft angelegt ist – aber etliche von uns gehören zu den Risikogruppen und wir müssen Sorge für uns und unsere Nachbarn tragen.

Dennoch sind wir natürlich im Kontakt über eMail und Telefon, sehen uns (mit zwei Meter Abstand!) auf dem Hof, unterstützen uns bei Einkäufen und anderen Hilfestellungen. Tröstlich ist , dass wir unsere Nachbarn um uns haben, uns auf ihre Hilfe verlassen können und wissen, dass wir in dieser Situation nicht alleine sind.

Gemeinschaftsraum derzeit wegen Corona geschlossen  – hoffentlich nicht so lange!

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Treppenhausausstellung “Leuchttürme”

Leuchtturm Kegnæs Fyr auf der dänischen Ostseeinsel Alsen

Auch nach zwei Jahren Zusammenleben im Wohnprojekt überraschen uns unsere Nachbarn immer noch.

So wussten wir, dass Dirk Möhle seit vielen Jahren begeistert fotografiert, aber dass er darüber zum Leuchtturmexperten geworden ist, der eine Vielzahl von Leuchtfeuern der Nord- und Ostsee, der Elbe und Weser besucht und im Bild festgehalten hat, zeigte sich erst bei einer Ausstellung, die er für unser Treppenhaus zusammengestellt hat. Auf 15 großformatigen Bildern über drei Etagen bringt er uns die Welt der Leuchttürme näher.

Zu seiner Ausstellung schreibt er: ” Vor ungefährt 40 Jahren habe ich begonnen, ernsthafter zu fotografieren. Und vor 25 Jahren begann ich, mich verstärkt dem Thema Leuchttürme zu widmen. Ursprünglich inspiriert durch das Leuchtturminteresse meiner Mutter, fotografierte ich in den folgenden Zeiten fast alles, was blinkte und leuchtete, oder das jemals getan hat. Dokumentarisches und ästehetisches Interesse wuchsen dabei gleichermaßen. Die Bilder stammen noch aus dem analogen Zeitalter, sind also Abzüge vom Farbnegativfilm oder vom Diapositiv.”

Der Fotograf Dirk Möhle. Im Hintergrund Bilder vom denkmalgeschützten Unterfeuer Hollerwettern Elbe  (links) und List Ost Sylt, dem zweitnördlichsten Leuchtfeuer Deutschlands (rechts)

Die Treppenhausausstellung  ist auch für Besucher von ausserhalb tagsüber frei zugänglich und noch bis Ende Mai zu sehen.

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