Könnte eine Wohngemeinschaft für Demente in unser Wohnprojekt passen?

Auf der Suche nach Kooperationspartnern für unser Wohnprojekt führen wir auch Gespräche mit der Diakonie Altholstein, die im Kirchenkreis Altholstein interessante soziale Projekte in Leben gerufen hat. Am Mittwochnachmittag zur Kaffeezeit hatte uns die Diakonie in eine Wohngemeinschaft für Demente eingeladen.

Die Wohngemeinschaft erstreckt sich im Parterre eines ansprechend modernisierten Wohnblocks in einem Neumünsteraner Wohngebiet. Fußläufig sind Geschäfte, Ärzte und eine Apotheke zu erreichen. Wohngemeinschaft bedeutet bei diesem Konzept, dass alle 12 Bewohner Mieter von Einzimmerapartments sind und mit der Diakonie Altholstein einen Betreuungsvertrag abgeschlossen haben, der sich auf die gemeinsame Haushalts- und Lebensführung und Freizeitgestaltung bezieht. Die Bewohner leben in Einraumwohnungen mit Bad und Terrasse, diese liegen nebeneinander und haben alle Zugang zu einem sehr großzügigen Gemeinschaftsbereich. Dieser wird über einen zentralen Gang von der jeweiligen Wohnung erreicht. Für die Wohnung ist jeder Mieter bzw. dessen Familie oder Betreuer selbst zuständig. Bei Bedarf an pflegerischer Hilfe wird diese von einem ambulanten Pflegedienst erbracht.

Uns hat dieses Modell gut gefallen. Es berücksichtigt individuelle Wünsche und macht einen sehr persönlichen Eindruck. Die Stimmung war freundlich und gelassen. Der Licht durchflutete Gemeinschaftsraum führt auf die Terrasse und in den Garten. Wir wollten wissen, ob Kontakt zu den anderen Hausbewohnern bestehen. Das ist nur ganz selten der Fall. Wenn allerdings ein Hausbewohner auch Unterstützung im Alltag suchen und brauchen sollte, könnte er sich auch an die Wohngemeinschaft wenden.

Eine solche Wohngemeinschaft in einem eigenen Gebäudetrakt wäre eine denkbare Ergänzung unseres Wohnprojekts. Es würde vom sozialen Träger eigenständig organisiert, aber in die Nachbarschaft eingebettet und es würde die wirtschaftliche Basis unseres Projektes verbessern. Diskutiert wid allerdings in unserer Gruppe, ob damit das generationsübergreifende Projekt zu „alterslastig” wird.

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