Finanzierung

Genossenschaft

Das Projekt soll jedem – nicht nur vermögenden Menschen  – eine Beteiligung ermöglichen. Von daher streben wir ein genossenschaftliches Modell an und haben das in unseren Zielen und Grundsatzpapieren verankert. Dies ist allerdings auch nicht zum Nulltarif zu haben, da die Genossenschaft wie jeder normale Bauherr den Eigenanteil bei der Finanzierung aufbringen muss.  So zahlt jeder Mieter einen Genossenschaftsbeitrag in Höhe von 15% der Investitionskosten seiner Wohnung, der unverzinst als Einlage so lange bleibt, bis jemand die Genossenschaft verlassen will. Durch das Einbringen eines Mitgliederdarlehens kann man zusätzlich seine Miete langfristig reduzieren und der Genossenschaft zu einer günstigeren Finanzierung verhelfen.

Fördermöglichkeiten

Falls die Aufbringung des einmaligen Genossenschaftsbeitrags Probleme macht: dafür gibt es spezielle Kredite der KfW unter der Programmnummer 134.

Eine weitere – individuelle – Möglichkeit für Menschen mit niedrigem Einkommen ist die Beantragung von Wohngeld. Hier liegt Bad Bramstedt in der „Mietenstufe 3“. Details zu Einkommensgrenzen und Beantragung kann man z.B. in einer Wohngeldbroschüre des Innenministeriums nachlesen und sich bei der Gemeindeverwaltung beraten lassen.

Mieten oder kaufen?

Üblicherweise wird die Wohnung von der Genossenschaft gemietet. Daneben gibt es auch Menschen, die gern die „eigene“Wohnung kaufen wollen. Dies wird in Form einer „Wohnungseigentümergemeinschaft“ erfolgen, die in das Projekt integriert ist.

Als Alternative für diejenigen, die Eigentum erwerben wollen, wird häufig das Modell eines „grundbuchlich gesicherten unbefristeten Dauerwohnrechts“ genannt.  Hierbei werden die Bewohner Mitglieder der Genossenschaft, finanzieren aber ihre Wohnung vollständig  selbst. Bau und Verwaltung der Wohnung erfolgt durch die Genossenschaft. Das hätten wir gerne auch angeboten, aber es verlangt, dass die Bank mitspielt, was nach den Erfahrungen anderer Projekte meist nicht der Fall ist. Zum Thema Dauerwohnrecht gibt es gute Darstellungen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sowie der Genossenschaft WohnSinn.

Kosten

Wir werden häufig gefragt, wie teuer denn  nun eine Wohnung sein wird?

Die Kosten für eine Wohnung hängen vor verschiedenen Faktoren ab, da diese von den Auflagen im Bebauungsplan, den konkreten Wünschen der zukünftigen Bewohner, den energetischen Standards, der Bauausführung, den Zinsen und den Handwerkerpreisen usw. beeinflußt wird.

Wir gingen 2013 von  einer Kostenobergrenze von 2.200€ pro Quadratmeter Wohnfläche aus, wie es vergleichbare Projekte in Schleswig-Holstein damals auch geschafft hatten. Seit einiger Zeit mussten wir aber beobachten, dass sich die Baukosten, auch im ländlichen Bereich, jährlich um 5% und mehr erhöhen.So sind wir nun bei einem Investitionsbedarf pro Quadratmeter Wohnfläche von 2.400€ bis 2.500€.

Für die noch freie letzte Wohnung können wir die differenzierte Kalkulation der  Mietkosten auf Nachfrage gerne zusenden.

Beratung durch Fachleute

Derartige Modelle sind bereits realisiert, verlangen aber eine fundierte fachliche Beratung. Deshalb berät und unterstützt uns in der Projektentwicklung Stattbau Hamburg GmbH, die vielfältige Erfahrungen in der Planung und Umsetzung von Gruppenwohnprojekten hat sowie der genossenschaftliche Dachverband ZdK.  Das konkrete Modell ist stark davon abhängig, welche Interessen die zukünftigen Bewohner  einbringen.

(Stand Juli 2016)